Anschaffung eines Industrie PC: Entscheidungshilfen

 

 

Die Suche nach einem passenden Industrie-PC fällt nicht immer leicht, denn das Angebot ist riesig und unübersichtlich. Wir helfen Ihnen gerne, nutzen Sie dafür insbesondere unsere telefonische Beratung, die Chat-Funktion oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Die folgende Liste enthält einige grundsätzliche Kriterien, die Ihre Entscheidung in die richtige Richtung lenken können.

Wofür brauchen Sie einen Industrie-PC?

Können bzw. mögen Sie uns Ihren Anwendungsfall nennen?

Welche Leistung bzw. Performance soll Ihr Industrie-PC bringen?

Diese Frage zielt insbesondere auf den Prozessor (CPU) ab. Im Prinzip gilt: Je höher seine Taktfrequenz (gemessen in Megahertz = MHz) und je neuer er ist (eine Frage der „Generation“), desto schneller kann der PC sein.

Auch die Größe des Arbeitsspeichers kann, abhängig von der eingesetzten Software, die Performance eines PC beeinflussen.

Wenn viele Bilder oder Videosequenzen zu verarbeiten sind, empfiehlt sich eine externe Grafikkarte. Sie sorgt für „ruckelfreie“ Bilder, während die entlastete CPU sich um anderes kümmern kann.

Welche Schnittstellen benötigt Ihr Industrie-PC?

Art und Anzahl der benötigten Schnittstellen sind sehr wichtige Kriterien beim Kauf eines Industrie-PC. Wissen sie, welche bereits vorhandenen Peripherie-Geräte angeschlossen werden bzw. welche Schnittstellen zukünftig für neue Geräte verwendet werden sollen?

  1. Anzahl und Spezifikation der USB-Anschlüsse
    • 2.0-Standard (480 Mbit/s, max. 2,5 Watt Leistung)
    • 3.x-Standard (max. 20 Gbit/s, max. 4,5 Watt Leistung)
  2. Anzahl und Art der MonitoranschlüsseDie vier heute gebräuchlichen Monitoranschlüsse VGA, DVI,HDMI,DisplayPort.
    Abbildung 1: Die technische Entwicklung erlaubt immer größere Datenraten und damit höhere Bildfrequenzen und -Auflösungen. Anschlüsse von links oben nach rechts unten: VGA, DVI, HDMI, DisplayPort, Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Computermonitor/
  3. Anzahl und Art serieller RS232/422/485-Schnittstellen
    Gebräuchliche serielle Schnittstellen: männlich (Stecker) und weiblich (Buchse).
    Abbildung 2: Serielle Schnittstellen gibt es mit unterschiedlichen Spezifikationen. Beim Kauf eines Industrie-PC muss man zunächst nur die Anzahl der Pole wissen und ob Stecker oder Buchsen benötigt werden. Links: 25-polige Buchse, rechts: 9-poliger Stecker. Bildquelle: https://www.startech.com/Serial
  4. Anzahl und Art der Netzwerk-/Ethernet-/PoE-Schnittstellen
    Ein Netzwerkanschluss kann, wenn er als
    Abbildung 3: Ein Netzwerk-/Ethernet-Anschluss kann — in der „Power-Over-Ethernet“-Version — das angeschlossene Gerät mit Strom versorgen. Bildquelle: https://www.netzwerke.com/News-Archiv/Internet.htm/page/4
  5. Anzahl und Art interner PCI-/PCIe-SchnittstellenPCI buw. PCIe-Anschlüsse dienen der Aufnahme von z.B. Grafikkarten oder weiterer Peripheriegeräte.
    Abbildung 4: Ein „Peripheral Component Interconnect“ dient dem Anschluss von Peripheriegeräten (z.B. einer Grafikkarte) an den Chipsatz des Hauptprozessors. Das „e“ steht für die neuere und schnellere „Express“-Variante, die Zahl hinter dem „x“ gibt die Zahl der „lanes“ an. Über einen PCIe x16-Steckplatz können gut 60 GB pro Sekunde übertragen werden. Bis 2021 soll sich dieser Wert noch verdoppeln. Bildquelle: https://www.inme.org/doku.php?id=hardware:pci-e

Spielt Größe eine Rolle? Einbau und Abmessungen

Soll der Industrie-PC fest per Wandmontage oder Hutschiene (engl. DINrail) eingebaut werden? Dann können die Abmessungen eine Rolle spielen. Ggfls. kann ein „Low profile“ PC die Lösung bei Platzproblemen sein.

Größe des Speicherplatzes

Art und Größe des/der benötigten Festplattenspeicher (engl. mass storage). Typische Speicherplatzgrößen: 250 – 1000 MB (0,25 – 1 TB).

  • HDD-Festplatte: rotierende Festplatte, etwas günstiger, aber mechanisch anfälliger.
  • SSD-Festplatte: enthält keine Mechanik, darum robuster.

Umgebungstemperaturen

Industrie-PC verwenden typischerweise keine rotierenden Lüfter zur Kühlung, um den Durchsatz von Staub zu reduzieren und um sie mechanisch robuster zu machen. Darum kann das „Wärmemanagement“ bedeutsam werden.

Gute Industrie-PC laufen bis maximal 65 – 75 °C Umgebungstemperatur, und zwar ohne ihre Rechen-Performance selbststätig abzuregeln.

Lüfterlose Industrie-PC sind unempfindlicher gegen Stöße, Schmutz und Feuchtigkeit. Die produzierte Wärme wird auf kürzestem Weg vom Entstehungsort nach außen geleitet und über Kühlrippen an die Umgebung abgegeben.
Abbildung 5: Ein lüfterloser Industrie-PC wie dieser Neousys Nuvo-7006E ist unempfindlicher gegen Stöße, Schmutz und Feuchtigkeit. Die produzierte Wärme wird auf kürzestem Weg vom Entstehungsort nach außen geleitet und über Kühlrippen an die Umgebung abgegeben. Bildquelle: https://www.neousys-tech.com/en/product/application/rugged-embedded/nuvo-7000-8th-gen-rugged-fanless-embedded-computer

Kosten

Kennen Sie Ihr Budget für die Anschaffung eines Industrie-PC? Bei größeren Stückzahlen reduzieren sich Aufwand und Kosten.

 

Fragen zum Produkt?

Wir beantworten gerne Fragen zur Auswahl Ihres geeigneten Industrie PCs.





Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.